Die Urologische Klinik München Planegg (UKMP) wurde im Januar 2021 Opfer eines Ransomware-Angriffs. Dabei wurden die Daten der IT-Systeme der Klinik verschlüsselt. Die Täter drohten laut Aussage von Verwaltungsleiterin Silke Leppin immer damit, Patientendaten zu veröffentlichen.
Der Klinik-Direktor Prof. Dr. Martin Kriegmair sorgte sich um die Patienten, da durch die verschlüsselten IT-Systeme kein Zugriff auf etwaige Allergien möglich war. Daher entschied sich die UKMP drei Tage nach dem Eingang des Erpresserschreibens das Lösegeld in Bitcoin zu zahlen. Ursprünglich verlangten die Erpresser eine Summe im mittleren sechsstelligen Bereich, die dann auf eine niedrige sechstellige Summe verhandelt werden konnte.
In Folge des Vorfalls wurden 400.000 Euro in Datensicherheit investiert. Unter anderem wurde das bislang einstufige Firewallkonzept auf ein zweistufiges System umgestellt.
Die Täter konnten nicht ermittelt werden. Die Zentralstelle Cybercrime Bayern (ZCB) stellt das Verfahren im November 2021 ein.