Die Verwaltung des Rhein-Pfalz-Kreises wurde am Wochenende vom 22. auf den 23. Oktober 2022 von einem massiven Cyberangriff getroffen und vollständig lahmgelegt. Alle 600 Computer der Organisation sind betroffen. Eine nicht genannte Hackergruppe hat schriftlich eine Frist von sieben Tagen gesetzt, dabei aber nichts zu ihren Forderungen gesagt. Nach Aussagen des Landrats des Rhein-Pfalz-Kreises kann die Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit Monate dauern. Auf der Webseite des Rhein-Pfalz-Kreises heißt es, dass seit dem Angriff die Verwaltung per E-Mail oder per Telefon erreichbar ist, da das gesamt Computernetzwerk inklusive Telefonanlage betroffen ist. Der Generalstaatsanwalt in Koblenz hat die Ermittlungen aufgenommen.
Nachtrag vom 11. November 2022:
Die Daten der Verwaltung wurden nach Angaben des Landrats im Darknet veröffentlicht. Darunter befinden sich Daten zu Zensusverweigerern und ukrainischen Flüchtlingen.
Nachtrag vom 17. Januar 2023:
Wie eine Sprecherin nun mitteilte, betrifft der Umfang der veröffentlichten Daten ca. 100 GB. Des Weiteren erwartet die Verwaltung, dass sämtliche Systeme im Mai wieder funktionieren.