Im Jahr 2019 wurden die Württembergischen Staatstheater in Stuttgart Opfer eines Ransomwareangriffs. Die Täter legten die IT-Infrastruktur der Kultureinrichtung lahm und forderten 15.000 USD Lösegeld.
Ein Mitglied der weltweit operierenden Hackergruppierung muss sich seit März 2025 vor dem Landgericht Stuttgart verantworten. Er soll sich mit einem Trojaner Zugang zu den Netzwerken der Opfer verschafft haben. Die Daten verschlüsselte die Gruppe mit Ransomware. Der Angeklagte wurde im Oktober 2024 in der Slowakei verhaftet. Die Gruppierung soll innerhalb weniger Jahre einen Schaden von mehreren hundert Millionen EUR verursacht haben.
Am 23. Januar 2026 wurde nach Recherchen der Wochenzeitung "Die ZEIT" bekannt, dass im Stuttgarter Fall offenbar ein externer IT-Dienstleister die 15.000 USD zahlte. Zuvor soll das Landeskriminalamt den Dienstleister kontaktiert haben. Das Wissenschaftsministerium und das Theater selbst geben an, nicht gezahlt zu haben. Wer der Dienstleister ist und ob Steuergelder flossen, bleibt unklar.
Für die Ermittler war die Zahlung erfolgsentscheidend. Polizeibeamte sagten vor Gericht aus, sie hätten die Geldtransaktion zurückverfolgen können. Die Spur führte zum mutmaßlichen Täter. Im Landtag von Baden-Württemberg stieß die Zahlung auf Kritik, da das BSI Behörden grundsätzlich davon abrät, auf Forderungen einzugehen.