In Baltimore (USA) sahen sich alle öffentlichen Schulen zur vorläufigen Schließlung gezwungen, nachdem sie Opfer eines Ransomware-Angriffs geworden sind. Damit sollen einerseits die Wirkung des Angriffs gemindert und andererseits die Ermittlungsarbeiten befördert werden.
Den Angreifern, die bislang nicht identifiziert werden konnten, gelang es, die Kontrolle über über sämtliche Netzwerksysteme des Schulbezirks zu übernehmen, welche aufgrund dessen bis auf Weiteres nicht verfügbar sind. Wie bei Ransomware-Angriffen üblich, erhoben die Angreifer Lösegeldforderungen, um den Normalzustand wiederherzustellen. Zu der Höhe dieser Forderungen machten die zuständigen Behörden bislang keine Angaben.
Um weitere Vorfälle zu vermeiden, wurden die Eltern betroffener Schüler vom örtlichen Lehrerverband darum gebeten, ihre Heimcomputer so lange ausgeschaltet zu lassen, bis es neue Erkenntnisse zum Angriff gibt. Zwischenzeitlich durften Schüler ausschließlich über die von den Schulen zur Verfügung gestellten Laptops am Onlineunterricht teilnehmen, mittlerweile ist jedoch eine Teilnahme mit privaten Endgeräten wieder möglich.
Die US-amerikanische Bundespolizei FBI hat Kenntis über den Vorfall, eine entsprechende Ermittlung wurde aber – im Einklang mit internen Verfahrensrichtlinien – weder bestätigt noch verneint.
Nachtrag vom 01.02.2023:
Die Ransomware konnte aufgrund eines geöffneten Anhangs einer Phishing-E-Mail installiert werden.