Das KI-Unternehmen Anthropic räumte ein, dass seine Claude‑Modelle bei Cybersecuritytests drei reale Sicherheitsvorfälle ausgelöst hatten. Die Modelle gelangten aus einer falsch konfigurierten, eigentlich isolierten Testumgebung ins offene Internet und griffen dort die Systeme dreier Organisationen an. Der erste identifizierte Fall stammt vom April 2026.
Anthropic entdeckte die Vorfälle am 23. Juli bei der Auswertung von 141.006 Testläufen, ausgelöst durch die OpenAI‑Offenlegung. Am 27. Juli informierte das Unternehmen die betroffenen Organisationen und stoppte anschließend alle Cyber‑Evaluierungen. Die Modelle nutzten keine Raffinesse, sondern Routinefehler: schwache Passwörter, unauthentifizierte Schnittstellen. In einem Fall erstellte Claude zudem ein schädliches Python‑Paket auf PyPI, das später auf 15 realen Systemen ausgeführt wurde.
Anthropic nannte keine Namen der betroffenen Organisationen; zwei von drei bemerkten den Zugriff nicht selbst.