Am 30. Juli 2026 gelang es Dieben, innerhalb von 41 Minuten 1.196 Bitcoin-Wallets komplett auszuräumen: Sie stahlen allein in der ersten Angriffswelle 1.082 BTC (umgerechnet 70,2 Mio. USD). Forschenden zufolge war dies aufgrund einer bereits fünf Jahre bestehenden Firmware-Integrations-Fehlers in Coinkites Coldcard-Hardware-Wallets möglich, die bis zum Datum der Attacke nicht behoben worden war.
Insgesamt erbeuteten die Täter 1.812 Bitcoin im Wert von 115 Mio. USD von 4.585 Adressen.
Die verantwortliche Sicherheitslücke stammt aus dem März 2021. Diese sorgte dafür, dass ein Bauteil des vom Wallet erstellten Würfels, das eigentlich per Zufall generiert werden sollte, stattdessen berechnet wurde - auf Basis der Geräte-ID und einer internen Uhr. So ergab sich eine begrenzte Liste von 1,1 Billionen möglichen Kombinationen, die die Hacker nur noch durchgehen mussten. Damit konnten sie die dazugehörigen Adressen zusammensetzen und prüfen, auf welchen davon Bitcoin hinterlegt waren. Diese stahlen sie dann, vermutlich über ein automatisiertes Tool.
Erst 30 Stunden nach dem ersten Vorfall gab Coinkite ihn zu. Das Unternehmen veröffentlichte ein Firmware-Update, das den jahrelang bestehenden Fehler endlich beseitigte.