Ein E-Mail-Server des FBI wurde am 13. November 2021 gehackt und dazu missbraucht, mehr als 100.000 gefälschte Warnmeldungen im Namen des FBI per E-Mail zu verschicken.
Die E-Mails mit dem Betreff "Urgent: Attacker in the System" wurden mit dem Absender "eims@ic.fbi.gov" verschickt, um den Nachrichten einen authentischen Anstrich zu geben. Der Text der Nachricht entlarvte diese allerdings schnell als Fälschung. Die mehr als 100.000 Mails gingen an Empfänger, welche offenbar aus einer ARIN (American Registry for Internet Numbers)-Datenbank entnommen worden waren.
Da der Absender und die Kopfzeilen der Nachrichten echt waren, ließen die Spam-Filter sie durch.
Inzwischen hat sich ein Hacker zu dem Übergriff bekannt. Er gab an, eine Sicherheitslücke in der FBI-IT erkannt und für den Cyberangriff eingesetzt zu haben. Über das Law Enforcement Enterprise Portal (LEEP) war ein Zugriff auf das E-Mail-System möglich, da bei der Registrierung eines Nutzerzugangs ein Einmal-Passcode an den Antragsteller geht. Diese Antwort habe er mit Hilfe eines einfachen Skripts so modifiziert, dass er die darin enthaltenen Angaben durch einen eigenen Nachrichten-Betreff und Textinhalt ersetzen konnte und dann den Versand an tausende Mail-Adressen automatisierte.
Das FBI hat mittlerweise die fragliche Funktion im LEEP abgeschaltet.