Der schwedische IKEA-Konzern kämpft gegen eine Cyberattacke, welche sich gegen ihr E-Mail-System richtet. Die Angreifer verwenden E-Mail-Antwortketten (reply-chain-emails), welche von kompromittierten E-Mail-Konten aus intern im IKEA-Netzwerk verschickt werden. Die Mails enthalten Links auf Malware-belastete Ziele oder aber infizierte Anhänge. Auf diese Weise versuchen die Cyberkriminellen, weitere Rechner zu kapern.
Das perfide an der Vorgehensweise ist, dass die Mails von scheinbar vertrauenswürdigen internen Absendern kommen und sich der Antwortketten aus dem täglichen E-Mailverkehr bedienen. Lieferanten und Geschäftspartner von IKEA sind ebenfalls von der Attacke betroffen.
IKEA warnte seine Mitarbeiter vor E-Mails, welche Links enthalten, die am Ende sieben Zahlen enthalten. Diese Nachrichten sollen sofort an die IT-Abteilung gemeldet werden. Führt ein Mitarbeiter einen derartigen Link aus, wird ein mit Makros präpariertes Excel-Dokument aufgerufen und der Empfänger dazu aufgefordert, auf "Inhalte aktivieren" oder "Bearebitung aktivieren" anzuklicken. die bösartigen Makros werden dann ausgeführt.
Die Angreifer drangen in interne Microsoft Exchange-Server ein, indem sie die Schwachstellen ProxyShell und ProxyLogin ausnutzten. Nachdem sie sich Zugang zu einem Server verschafft hatten, starteten sie mit gestohlenen E-Mail-Adressen der Mitarbeiter dann ihren Antwortketten-Angriff.