Das norwegische Parlament (Storting) gab bekannt, Opfer eines Cyber-Angriffs geworden zu sein, bei dem es den Hackern gelungen war, Daten abzuschöpfen. Das genaue Ausmaß des Vorfalls ist dabei noch nicht endgültig ausgemacht.
Für ihren Angriff nutzten die Hacker eine als ProxyLogon bekanntgewordene Zero-Day-Sicherheitslücke in Microsoft Exchange. Aufgrund der gleichen Sicherheitslücke hatten in jüngster Vergangenheit bereits mehrere andere Unternehmen und Institutionen Cyber-Angriffe und Datendiebstähle verzeichnet. Mittlerweile hat Microsoft ein Notfall-Update veröffentlicht.
Auf das norwegische Parlament war bereits im Dezember 2020 ein Hacker-Angriff verübt worden. Damals wurde die russische Hacker-Gruppe APT28 als Verantwortlicher identifiziert. Es wird jedoch geschätzt, dass beide Vorfälle nicht miteinander im Zusammenhang stehen. Wer für den diesmaligen Angriff verantwortlich ist, konnte noch nicht geklärt werden. Von mehreren Hacker-Gruppen (bspw. Hafnium, Tick, LuckyMouse, Calypso) ist bekannt, dass sie die ProxyLogon-Sicherheitslücke vor ihrer Schließung für Cyber-Angriffe verwendet hatten.