Nach Aussagen der Sicherheitsexperten von Cyble haben mehr als 20.000 Rechenzentren gravierende Schwachstellen in ihrer DCIM-Software. Diese Systeme dienen zur Fernüberwachung und Steuerung wichtiger Parameter wie u.a Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Stromversorgung, Alarmauslösung und Back-up-Intervallen.
Die DCIM-Systeme waren frei zugänglich und nicht gegen unautorisierten Zugriff geschützt. Aus Dashboards konnten Passwörter extrahiert werden, welche dann den Zugriff auf tatsächliche Datenbank-Instanzen ermöglichten. In den meisten Fällen wurden Standard-Passwörter verwendet oder die Systeme waren stark veraltet, was potenziellen Angreifern den Zugriff leicht macht.
Cyberkriminelle könnten auf diesem Weg Daten extrahieren und Rechenzentren unter ihre Kontrolle bringen.
Cyble hat die CERT (Computer Emergency Response Team)-Einheiten der Länder informiert, in denen sich betroffene Rechenzentren befinden. Als Sofortmaßnahme wurde den Betreibern die Aktualisierung ihrer Systeme und der Einsatz sicherer Passwörter empfohlen.