Ein anonymer Hacker hat nach Angaben verschiedener Medien den KI-Chatbot Claude des US-Unternehmens Anthropic genutzt, um in Regierungsnetzwerke einzudringen und rund 150 GB sensibler Daten zu entwenden. Der Angriff erstreckte sich von Dezember 2025 bis Januar 2026 und traf unter anderem Steuerdaten, Wählerregister und Personalakten staatlicher Stellen.
Ermittler gehen davon aus, dass der Täter Claude einsetzte, um Sicherheitslücken zu identifizieren und automatisiert ausnutzbare Skripte zu erstellen. In der Folge kam es zu einem weitgehend automatisierten Datenabfluss, der Behörden wie die Steuerverwaltung und das nationale Wahlinstitut beeinträchtigte.
Die mexikanische Regierung nahm die betroffenen Netzwerke vorsorglich vom Internet, um eine weitere Ausbreitung des Angriffs zu unterbinden. Das US-KI-Unternehmen Anthropic teilte mit, das für die Attacken genutzte Nutzerkonto gesperrt zu haben, um zusätzlichen Missbrauch zu verhindern. Ein Lösegeld ist nach bisherigem Stand nicht gefordert worden. Die Ermittlungen dauern an.