Der US-amerikanische Broker für Krypto- und Aktienanlagen Robinhood Markets Inc. wurde am 3. November 2021 das Ziel eines Cyberangriffs. Hacker verschafften sich durch Social Engineering widerrechtlich Zugang zu den Systemen des Brokers und entwendeten persönliche Daten von ca. 5 Millionen Kunden, darunter deren volle Namen, E-Mail-Adressen, Geburtstage und Postleitzahlen. Nach Angaben des Unternehmens wurden jedoch keine sensiblen Daten wie Finanzdaten, Bankverbindungen oder Sozialversicherungsnummern gestohlen.
Robinhood verständigte noch am Tag des Angriffs die Justizbehörden und schaltete eine externe IT-Sicherheitsfirma ein.
Die Sicherheitslücken wurden lt. Robinhood zwischenzeitlich geschlossen. Ob Lösegeld bezahlt wurde, gab das Unternehmen nicht bekannt.
Nachtrag vom 04.08..2022:
Robinhood wurde vom New Yorker Finanzministerium aufgrund erheblicher Verstöße gegen Cybersicherheits- und Geldwäschevorschriften im Rahmen eines Vergleichs mit einer Strafe in Höhe von 30 Millionen USD belegt. Die Behörde bemängelte die Compliance-Kultur des Unternehmens und sah darin eine Hauptursache für die o.a. Datenpanne. Zugleich mit der Geldstrafe wurde dem Unternehmen eine Untersuchung durch einen unabhängigen Spezialisten auferlegt.
Update vom 14.01.2025:
Robinhood Markets wird nach einer Einigung in dem Prozess nun noch einmal 45 Mio. USD zahlen müssen.