Am 29. Januar 2026 wurde der US‑Softwareanbieter SmarterTools von einem Ransomware‑Angriff getroffen. Die Täter nutzten eine Sicherheitslücke im firmeneigenen Mailserver SmarterMail, um in das Netzwerk einzudringen.
Laut COO Derek Curtis kompromittierten die Angreifer zunächst ein einzelnes, nicht aktualisiertes SmarterMail‑System in einer virtuellen Maschine. Von dort aus breiteten sie sich auf rund 30 weitere SmarterMail‑Server in Büro‑ und Testumgebungen aus. Hinter dem Angriff stand die Warlock‑Gruppe (auch bekannt als Gold Salem oder Storm‑2603), die die Schwachstelle CVE‑2026‑24423 für den Einstieg nutzte.
Betroffen waren vor allem Windows‑Server, deren Verschlüsselung jedoch größtenteils durch Antivirenlösungen gestoppt wurde. Geschäftsanwendungen und Kontodaten blieben unberührt. Einige Systeme konnte SmarterTools aus Backups von sechs Stunden zuvor wiederherstellen.
Als Konsequenz entschied sich das Unternehmen, Windows und Active Directory weitgehend aus seiner Infrastruktur zu entfernen. Ermittler warnten parallel auch Kunden, deren SmarterMail‑Installationen möglicherweise ebenfalls kompromittiert wurden.