Hacker verschafften sich im August 2020 Zugang zu einem Server des Wasserversorgers SunWater im australischen Bundesstaat Queensland und konnten dort 9 Monate lang bis zum Mai 2021 unentdeckt bleiben. Auf dem Server waren die Kundeninformationen von SunWaters gespeichert.
Offensichtlich waren die Hacker aber nicht am Diebstahl von Daten interessiert. Sie nutzten den Serverzugang nur dazu, um den Besucherverkehr auf einer Online-Videoplattform zu steigern.
Der Einbruch kam anläßlich einer jährlichen Finanzprüfung durch das Queensland Audit Office ans Tageslicht. Bezeichnend dabei ist die Tatsache, dass die Angreifer die moderneren und besser geschützten Webserver mieden und sich auf einen älteren Server konzentrierten, der ein wesentlich leichteres Ziel für Ihr Vorhaben war.
In dem Prüfungsbericht wurde empfohlen, u.a. Systeme und Prozesse zur Erkennung von Sicherheitsbedrohungen einzurichten, sichere Passwörter und Multi-Faktor-Authentifizierung zu verwenden und Schulungen zur Steigerung des Sicherheitsbewusstseins durchzuführen.
Da die Wasserversorgung zur kritischen Infrastruktur zählt, ist der Vorfall umso gravierender anzusehen.