Ab dem 14. Oktober 2026 weiteten sich koordinierte Cyberangriffe auf Kühlsysteme europäischer Supermärkte aus. Zunächst zielten Angreifer auf die Steuerungsgeräte des dänischen Herstellers Danfoss und verursachten damit große Schäden an verdorbenen Lebensmitteln in französischen Supermärkten. Am frühen Dienstagmorgen des 14. Oktober 2026 kam es in einer Filiale der französischen Supermarktkette E.Leclerc bei Albi im Süden Frankreichs zu einem massiven Kühlausfall.
Die Filiale verwendete XWEB-Kühlüberwachungssysteme der Marke Dixell, die zum US-Konzern Copeland gehört. Filialleiter Yoan Rivera berichtete, das Problem sei gegen 4 Uhr morgens entdeckt worden, als das Personal feststellte, dass die Rechner der Kühlsteuerung nicht mehr ansprechbar waren.
Der Kältebranchenexperte Adrient Le Norcy bestätigte gegenüber Le Monde, dass Angreifer die XWEB-Systeme von Dixell gezielt ins Visier genommen hatten. Branchenquellen zufolge wurden an einigen Standorten Dutzende Betriebsparameter per Fernzugriff verändert. Als Einfallstor diente offenbar der Internetanschluss der Steuerungsgeräte. Kälteingenieure empfahlen, die betroffenen Überwachungssysteme bis zur Klärung der Lage vom Netz zu nehmen.
Ein Copeland-Sprecher bestätigte, dass eine Schwachstelle in einer ausgemusterten, end-of-life Generation von Controllern identifiziert worden sei. Dixell France versandte Sicherheitsmitteilungen für die betroffenen XWEB-Systeme. Copeland erklärte, gemeinsam mit betroffenen Kunden an einer Risikominimierung zu arbeiten und diese bei der Aktualisierung auf aktuelle Software zu unterstützen.