White Hat-Hacker von Sakura Samurai haben eine IT-Sicherheitslücke bei dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) geschlossen, durch die es möglich war, auf die Unterlagen von 100.000 Mitarbeitern zuzugreifen. Diese enthielten u.a. einen Datensatz zur Reisegeschichte (Mitarbeiter-ID, Name, Mitarbeitergruppen, Reisegenehmigungen, Reisedauer, -daten und -ziele) und einen Datensatz zur Demographie (Staatsbürgerschaft, Geschlecht, Gehalt) der Betroffenen.
Die Lücke bestand aufgrund exponierter .git-Verzeichnisse und -Anmeldedaten. In diesen befanden sich Dateien (z.B. PHP-Dateien oder Wordpress-Konfigurationsdateien), aus denen sich sieben verschiedene Logins für Online-Systeme der UNEP und UN ILO entnehmen ließen. Neben Mitarbeiterdaten hatten die Forscher so auch Zugriff auf Quellcode der UNEP erhalten.
Es wird als wahrscheinlich angesehen, dass vor der Schließung der Sicherheitslücke Cyber-Kriminelle bereits auf die exponierten Daten zugreifen konnten. Dies wäre nicht der erste solche Vorfall: Bereits 2019 hatte es einen schweren Cyber-Angriff auf die Netzwerke der UN gegeben.