Wie erst durch eine Anfrage über FragDenStaat bei der Berliner Datenschutzbeauftragten am 14. Juni 2022 ans Licht kam, gab es bereits im September 2021 einen gravierenden Datenschutzverstoß bei der Verimi GmbH, einem Anbieter von digitaler Identitätsverwaltung (z.B. für Personalausweis, Führerschein oder Impfnachweis). Vermutlich seit April 2019 speicherte das Unternehmen Benutzernamen und Kennwörter von ca. 450.000 seiner Kunden im Klartext in einem Logfile, auf das diverse Mitarbeiter des Unternehmens Zugriff hatten. Die Betroffenen wurden nicht über die Datenpanne unterrichtet. Die Datenschutzbehörde schloss den Fall am 29. Oktober 2021 ab. Angesichts der Sachlage verlangte die Behörde keine weiteren Maßnahmen.