Das texanische Ministerium für offentliche Sicherheit gab bekannt, dass es im Dezember entdeckte, dass Cyberkriminelle Kopien von texanischen Führerscheinen erlangen konnten. Dabei haben die Täter im Darknet Daten über Texaner asiatischer Abstammung gesucht und konnten anschließend mithilfe der Informationen einen Account erstellen um einen Behördengang online zu vollziehen. Bei diesem Behördengang war es den Cyberkriminellen möglich, einen Ersatzführerschein zu beantragen und diesen an eine beliebige Adresse zu versenden.
Insgesamt wurden durch diese Methode über 3.000 Accounts erstellt, ca. 2.400 Führerscheine wurden letztendlich versendet.
Das Ministerium vermutet, dass die Täter die erlangten Dokumente an illegale Einwanderer weiterverkaufen möchten, da diese mit einem texanischen Führerschein Personalausweise in anderen Bundesstaaten der USA beantragen können. Außerdem geht das Ministerium davon aus, dass es sich bei den Tätern um eine chinesische Gruppe aus der organisierten Kriminalität handelt, die aus New York heraus operiert.
Betroffene wurden erst zwei Monate nach dem Herausfinden des Vorfalls über die mögliche Kompromittierung ihrer persönlichen Daten informiert um Ermittlungen nicht zu gefährden.