Um schlechtergestellte Kinder und Jugendliche in Zeiten der COVID-19-Pandemie beim digitalen Lernen Zuhause zu unterstützen, hatte das Bildungsministerium des Vereinigten Königreichs (DfE) kostenlos Laptops an Schüler verliehen, die ansonsten keinen oder keinen ausreichenden Zugang zu den Online-Lernplattformen hätten. Dafür war das DfE sogar eine Partnerschaft mit örtlichen Telekommunikationsanbietern eingegangen, um die Schüler kostenlos mit mobilen Daten zu versorgen.
Wie sich nun jedoch herausstellte, waren manche der bisher 800.000 zur Verfügung gestellten Laptops mit Malware belastet. Dies hatten Lehrer der Bradford Schulen entdeckt, als sie die Laptops für die Aushändigung an die Schüler vorbereitet hatten. Laut einer Stellungnahme der DfE ist nur eine geringe Zahl von Geräten betroffen, wobei der Vorfall gegenwärtig untersucht wird.
Bei der Malware handelt es sich um Gamarue, auch bekannt als Andromeda, die in der Regel von russischen und osteuropäischen Cyber-Kriminellen verwendet wird und u.a. mittels eines Teamviewer-Plugins einen Remote-Zugriff auf das infizierte Gerät erlaubt.