Cyberkriminelle haben im April 2015 den deutschen Bundestag attackiert. Der Angriff war möglich, nachdem eine Mitarbeiterin der Linken auf einen mit Malware infizierten Link einer E-Mail geklickt hatte. Auch Computer aus Abgeordnetenbüros der CDU wurden durch den Vorfall anfänglich infiziert. Die Mail erweckte dabei den Anschein, von der UN zu kommen.
Die Malware breitete sich anschließend im gesamten Netzwerk des Bundestags aus. Die Schadsoftware wurde erst Anfang Mai 2015 entdeckt.
Der Vorfall sorgte für Ausfälle und einen Datenabfluss von mehr als 16 GB, darunter auch E-Mails. Besondere Ziele waren dabei das Abgeordnetenbüro von Angela Merkel, Johannes Singhammer, Martin Rabanus und Bettina Hagedorn.
Hinter dem Angriff stand wahrscheinlich der russische Geheimdienst.