Der Blockchain-Infrastrukturanbieter Chainstack meldete am 3. November 2026 einen Sicherheitsvorfall. Ein externer Angreifer verschaffte sich am 26. Oktober über eine Komponente eines Drittanbieters unbefugten Zugriff auf die Entwicklungsumgebung. Drei Tage später gelang ihm Teile der Produktionsumgebung zu kompromittieren. Erst am 31. Oktober bemerkte Chainstack den Angriff und kappte noch am selben Tag die Zugriffswege.
Der Angreifer konnte auf eine Datenbank mit Kontoinformationen zugreifen. Betroffen sein können Organisationsnamen, Namen der Kontoinhaber, E-Mail-Adressen der Mitglieder und Passwort-Hashes. Er hatte zudem Zugang zu Systemen mit Node-Zugangsdaten. Hinweise auf deren Auslesen liegen nicht vor, Chainstack stuft sie dennoch als offengelegt ein. Kundendienste liefen weiter, Nodes, Konsole und API blieben unverändert. Zahlungsdaten speichert das Unternehmen nicht.
Nach Angaben des Unternehmens gehört der Vorfall zu einer größeren KI-gestützten Angriffskampagne mit dem KI-gestützten Penetration Testing Framework ARTEX AI, die Ende Oktober 2026 bekannt wurde.
Chainstack bittet Kunden per E-Mail, Passwörter zu ändern, Node-Zugangsdaten zu erneuern und API-Schlüssel neu zu erzeugen.