Iranische Angreifer haben bei einer Cyberattacke Daten von 230.000 Abonnenten des Satiremagazins Charlie Hebdo erlangt. Die Angreifer, die zunächst unbekannt waren und sich "Holy Souls" nannten, wurden später von Sicherheitsexperten von Microsoft als angehörig zu der iranischen Hackergruppe Neptun zugerechnet.
Die Cyberkriminellen griffen das Magazin an, nachdem es im Dezember 2022 einen Karikaturwettbewerb ankündigte, bei dem Leser den iranischen Herrscher darstellen sollten.
Gestohlen wurden laut den Sicherheitsexperten von Microsoft Kundendaten, die Namen, Adressen und Telefonnummern beinhaltete. Die Angreifer behaupten, sie hätten bei dem Angriff, der am 4. Januar 2023 stattfand, auch Finanzdaten erlangen können.
Nachtrag vom 20.03.2026:
Die EU sanktionierte am 16. März 2026 in Brüssel die iranische Firma Emennet Pasargad und machte das Unternehmen für den Cyberangriff auf Charlie Hebdo verantwortlich. Die Maßnahmen umfassen das Einfrieren von Vermögenswerten sowie Reiseverbote.