Am 11. Mai 2025 wurde Coinbase, Betreiber einer Krypto-Handelsplattform, von Unbekannten kontaktiert. Der Absender behauptete, Kundendaten und sensible interne Dokumente aus den Coinbase-Systemen erbeutet zu haben, unter anderem aus dem Account-Management und dem Kundensupport.
Coinbase berichtete in einer Meldung vom 15. Mai, dass der Erpresser, der ein Lösegeld von 20 Mio. USD verlangte, offenbar internationale Angestellte im Kundendienst dafür bestochen hatte, ihm die Daten zukommen zu lassen. Darunter befanden sich Namen, Kontaktinformationen, Sozialversicherungsnummern, Bankdaten, Kopien von Ausweisdokumenten, Account-Daten und vertrauliche Geschäftsdaten von ca. 1% der User.
Coinbase will nicht zahlen. Stattdessen schrieb das Unternehmen eine Belohnung von 20 Mio. USD für Hinweise zu den Tätern aus. Man rechnet mit massiven Profit-Einbußen von bis zu 400 Mio. USD.
Nachtrag vom 23.05.2025:
In einer Meldung an die Generalstaatsanwaltschaft von Maine spricht Coinbase nun von 69.461 Personen, deren Daten gestohlen wurden. Abgegriffen wurden demnach Idenfizierungs-Daten wie Namen, Geburtsdaten und mehr, aber auch Ausweiskopien und Kontodetails.
Nachtrag vom 10.06.2025:
Die Support-Mitarbeitenden, die auf die Bestechungsversuche eingingen, waren offenbar bei einem in Indien angesiedelten Standort des Outsourcing-Unternehmens TaskUs angestellt.
Nachtrag vom 24.02.2026:
Im Dezember 2025 wurden die verantwortlichen Kundensupport-Mitarbeiter, mittlerweile entlassen, festgenommen.