Die Deutsche Windtechnik AG wurde in der Nacht vom 11. auf den 12. April 2022 das Ziel eines Cyberangriffs. Das Unternehmen betreut insgesamt ca. 7.600 Windkraftanlagen weltweit sowohl im Onshore- als auch im Offshore-Bereich und sorgt mit seinen 2.000 Mitarbeitern für den zuverlässigen Betrieb dieser Einrichtungen.
In Folge des Hackerangriffs wurden die IT-Systeme des Unternehmens aus Sicherheitsgründen komplett heruntergefahren und die Fernwartungsverbindungen zu 2.000 Windenergie-Anlagen gekappt. Alle Systeme waren jedoch nach zwei Tagen wieder verfügbar. Eine Gefahr für die betreuten Anlagen bestand nach Angaben des Unternehmens nicht. Anlagen dieser Art laufen bei einem Verlust der Fernsteuerung in einem autonomen Modus weiter.
Zusammen mit externen Spezialisten überarbeitet das Unternehmen jetzt seine Sicherheitskonzepte. Wer hinter dem Angriff steht, ist nicht bekannt. Fachleute halten einen Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg für möglich. In den letzten Tagen wurden mehrere Unternehmen der Energie-Infrastruktur von Cyberangriffen getroffen.