Der Cyberangriff auf den Energieversorger enercity AG mit Sitz in Hannover am Morgen des 26. Oktober 2022 hat zum teilweisen Ausfall der Kundenservice-Systeme geführt. Wie das Unternehmen mitteilte, funktioniert die Versorgung mit Strom und Gas störungsfrei und die kritische Infrastruktur wurde nicht von der Hacker-Attacke getroffen.
Zum Zeitpunkt der Erstellung dieser Meldung konnte noch nicht gesagt werden, wann die Service-Systeme wieder funktionsfähig sein werden und ob bei dem Übergriff auch Daten gestohlen worden sind.
Nachtrag vom 09. November 2022:
Der Energieversorger kämpft nach wie vor mit den Folgen der Cyberattacke vom 26. Oktober 2022. So können derzeit Rechnungen nicht bezahlt werden, da das System die fälligen Beträge nicht korrekt ermittelt und somit kein abrechunngsfähiger Betrag entsteht. Das Unternehmen hat Partner und Lieferanten aus diesem Grund um eine Mahnsperre gebeten.
Auch die Kommunikations- und Kundenservice-Systeme leiden noch an Störungen, welche auf den Hackerangriff zurückzuführen sind.
In Bezug auf den Informationsaustausch mit den Übertragungsnetzbetreibern, welche zur Sicherstellung der Netzstabilität auf Verbrauchsprognosen der Energieversorger angewiesen sind, muss enercity nach eigenen Angaben derzeit improvisieren.