Die Erpressergruppe ShinyHunters behauptete am 22. September 2026, die Systeme des FBI über eine neue Zero-Day-Schwachstelle in Oracle PeopleSoft kompromittiert zu haben. Laut den Angreifern ermöglichte die Lücke die Ausführung von Remote-Code und wurde in der Nacht zuvor ausgenutzt, um auf FBI-Systeme und die zugehörige AWS-GovCloud-Infrastruktur zuzugreifen.
Die Gruppe will zwischen 2 und 3 TB an Daten gestohlen haben, darunter personenbezogene und gesundheitsbezogene Informationen von aktuellen und ehemaligen Mitarbeitern sowie Bewerbern. Zudem wurde die FBI-Jobs-Webseite kurzzeitig verunstaltet (Defacement). Als Motiv nannte ShinyHunters Vergeltung für einen FBI-Bericht über die Gruppe. Sie erklärte zudem, dass die Behörde ihre Systeme nach Entdeckung der Attacke sehr schnell abgeschaltet habe. Das FBI bestätigte, die Behauptungen zu untersuchen.
Nachtrag vom 29.09.2026:
Die Gruppe versicherte gegenüber den Medien nun, man habe nie vorgehabt, die FBI-Daten nach Ablauf der Erpressungsfrist zu veröffentlichen.
Nachtrag vom 07.10.2026:
Einfallstor für die Hacker war eine Schwachstelle beim Dienstleister Accenture, die durch ein nicht zeitnah eingespieltes Patch entstand. Die Zusammenarbeit habe man nun beendet, so das FBI. Zudem habe es mehrere Festnahmen gegeben.