Am 17. Juli 2025 führte ein ukrainisches Hacker-Kollektiv unter Leitung des Militärgeheimdienstes (DIU/HUR) einen koordinierten Cyberangriff auf Gazprom aus. Die Angreifer nutzten nach Phishing-Aktivitäten eine bislang unbekannte Zero-Day-Schwachstelle im SCADA-System "Gazprom Neft-IT", um tief in die Infrastruktur vorzudringen.
Dabei wurden 4,7 Terabyte an Betriebsdaten (2015–2025) gelöscht und Steuerungseinheiten der Nord Stream-2-Pipeline manipuliert. Insgesamt waren 37 Kompressorstationen sowie geologische Informationen zu den Gasfeldern Urengoy und Yamburg betroffen.
Gazprom-Chef Alexej Miller sprach von den "schwersten Cyber-Schäden der Unternehmensgeschichte". Trotz teilweiser Wiederherstellung innerhalb von 72 Stunden kam es zu Verzögerungen bei Lieferverträgen mit Österreich und Ungarn. Energieanalysten warnen vor möglichen Preissteigerungen und langfristigen Marktverwerfungen.