Am 15. Juli 2025 führten Spezialisten des ukrainischen Nachrichtendienstes DIU/HUR gemeinsam mit der Ukrainian Cyber Alliance und der BO Team-Hackergruppe einen umfassenden Cyberangriff auf den russischen Drohnenhersteller Haskar Integration durch. Das Unternehmen gilt als Schlüsselzulieferer für die russische Armee.
Über eine bislang unbekannte Sicherheitslücke löschten die Angreifer innerhalb von sechs Stunden rund 47 Terabyte sensibler Daten – darunter technische Spezifikationen, Produktions- und Testunterlagen zu den Modellen Orion-10 und Forpost-RU. Betroffen waren 20 Server am Unternehmenssitz in Moskau, inklusive aller Backup-Systeme.
Laut einem DIU/HUR-Sprecher soll der Angriff die Herstellung russischer Aufklärungs- und Kampfdrohnen deutlich verlangsamen. Haskar Integration bestätigte den Vorfall und sprach von "betrieblichen Herausforderungen". Militärexperten rechnen mit Produktionsausfällen von mindestens drei Monaten. Eine Stellungnahme des russischen Verteidigungsministeriums steht bislang aus.