Am 17. Januar 2023 nutzte ein unbekannter Angreifer eine kritische Schwachstelle auf einem Server eines IT‑Dienstleisters von Hyundai Motor España. Auf dem System lief Software, die zuletzt im Juli 2021 aktualisiert worden war, obwohl seitdem mindestens acht Sicherheitsupdates vorlagen — darunter eines, das genau die ausgenutzte Lücke schloss. Der Täter kopierte mehr als 5,4 GB aus einer Marketing‑Datenbank und erbeutete Datensätze von 1.012.730 Kunden und Interessenten, darunter Namen, Geburtsdaten, E‑Mail‑Adressen, Telefonnummern, Anschriften, Kundennummern und Fahrzeug‑Identifikationsnummern. Finanzdaten und Ausweisdokumente waren nach Unternehmensangaben nicht betroffen.
Hyundai informierte am 10. April 2023 sowohl die Betroffenen als auch die spanische Datenschutzbehörde AEPD und trennte das kompromittierte System dauerhaft vom Netz. Am 18. Dezember 2025 verhängte die AEPD ein Bußgeld von 2.000.000 EUR, das nach Anerkennung des Verstoßes und freiwilliger Zahlung auf 1.600.000 EUR sank — ein Preisnachlass für Einsicht, nicht für gelebte IT‑Sicherheit.