Kunden der US-amerikanischen Bank Morgan Stanley erhielten um den 11. Februar 2022 herum Anrufe von Kriminellen, welche sich sehr glaubwürdig als Verbindungsleute der Bank ausgaben und die kontaktierten Personen dazu brachten, ihre Konto-Zugangsdaten am Telefon zu nennen. In der Folge nahmen die Betrüger Überweisungen von den Konten der betroffenen Personen vor.
Morgan Stanley sperrte in der Folge umgehend die Konten der Kunden, bei denen die Bank von diesem Betrugsversuch unterrichtet wurde. Ihren Kunden gab das Unternehmen die Empfehlung, im Falle eines zweifelhaften Anrufs das Gespräch abzubrechen und die Bank wegen einer Verifizierung zu kontaktieren. Hinweise konnten auch die vom Anrufer genannten Angaben zur Firmenzugehörigkeit und ggf. Internet-Adressen liefern.
Seitens der Bank lag in diesem Fall kein Verschulden vor. Diese als Vishing (von Voice-Phishing) bekannte Betrugsmasche zielt darauf ab, möglichst authentisch aufzutreten und den Angerufenen unter diesem Deckmantel im Moment der Überraschung und Überrumpelung sensible Daten zu entlocken.