Am 21. April 2026 wurde bekannt, dass Bundestagspräsidentin Julia Klöckner offenbar Opfer eines Phishing-Angriffs auf ihren Signal-Account geworden war. Nach Medienberichten verschafften sich die Angreifer über eine entsprechende Nachricht Zugang zum Konto und konnten es übernehmen.
Der Vorfall fügte sich in eine seit Monaten aktive Kampagne ein, die nach Angaben des Verfassungsschutzes politische Entscheidungsträger, Diplomaten und investigative Journalist:innen ins Visier nahm. BSI und BfV hatten bereits am 6. Februar 2026 vor solchen Angriffen über Messengerdienste gewarnt; eine weitere Warnung vom 17. April zeigte, dass die Kampagne weiterlief und an Dynamik gewann.
Der Angriff betraf damit einen sensiblen Kommunikationskanal im politischen Betrieb. Berichtet wurde, dass auch Chats aus dem Umfeld der CDU-Spitze im Fokus standen; die Inhalte möglicher Zugriffe wurden öffentlich nur begrenzt bestätigt. Der Koalitionspartner SPD räumte die Kompromittierung einiger Bundestagsabgeordneter ihrer Partei ein.
Mehrere Berichte verwiesen auf russische Akteure als wahrscheinliche Urheber. Eine offizielle Bestätigung lag dafür jedoch nicht vor.