Im Rahmen der Carding Action 2020 ist es Europol in Zusammenarbeit mit ungarischen, italienischen und britischen Partnern, sowie dem auf Cybersicherheit spezialisierten Unternehmen Group-IB gelungen, den Handel mit gestohlenenen Kreditkarteninformationen in verschiedenen Dark-Web-Foren zu unterbinden. Dabei konnten Einlagen in einer Gesamthöhe von 40.000.000€ (48.000.000$) gerettet werden.
Die Carding Action 2020 ist eine Operation, die von italienischen und ungarischen Strafvollzugsbehörden geleitet und vom Vereinigten Königreich und Europol untersützt wird. Sie wurde ins Leben gerufen, um Personen, die am Handel mit gestohlenen Kreditkarteninformationen auf geheimen Onlineportalen beteiligt sind, zu identifizieren und zu orten. Über einen Zeitraum von drei Monaten wurden dafür die Daten von 90.000 Kreditkarten ausgewertet.
Die Maßnahme hatte mehrere solcher Plattformen als Ziel, es bleibt bislang jedoch unklar, ob auch Verdächtige festgenommen wurden. Einer Pressemitteilung Europols zufolge stand bei der Operation vor allem der Schutz der Einlagen der Betroffenen, zu denen auch Finanzinstitutionen gehören, im Vordergrund.
Laut Europol mehrt sich in jüngerer Vergangenheit die Häufigkeit sog. Skimming-Attacken, bei denen die Angreifer versuchen, unauthorisiert die Zahlungsinformationen von Kredit- und Debitkarten abzuschöpfen.