Der deutsche Pumpen- und Armaturenhersteller KSB SE & Co. KGaA wurde zu Beginn der Woche vom 11. April 2022 von einem Cyberangriff getroffen, welcher zu einem weitreichenden Produktionsstopp führte. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Frankenthal (Pfalz) fertigt mit mehr als 15.000 Mitarbeitern in 16 Ländern Kreiselpumpen, Absperrarmaturen sowie Steuerungs-, Regel und Überwachungssysteme.
Unmittelbar nach der Entdeckung des Angriffs hatte das Unternehmen seine Server in Rücksprache mit externen Spezialisten vom Netz genommen, um die Ausbreitung der Malware zu unterbinden und den Schaden einzugrenzen. Notfallpläne zur Bewältigung der Situation wurden sofort in Kraft gesetzt.
In Abstimmung mit dem Betriebsrat hat das Unternehmen für die deutschen Betriebsstätten eine einwöchige Betriebsruhe vereinbart, um die Systeme schrittweise überprüfen und wieder in Betrieb nehmen zu können. Ab dem 20. April 2022 sollen Produktion und Vertrieb mit Einschränkungen wieder aufgenommen werden.
Das Unternehmen hat Strafanzeige gestellt und arbeitet eng mit den Experten für Cyber-Kriminalität des Landeskriminalamtes zusammen. Nach bisherigen Erkenntnissen sind keine Kundendaten abgegriffen worden.
KSB war bereits im vergangenen Jahr das Ziel eines Hacker-Angriffs gewesen.