Ein schwerer Hackerangriff Anfang Juni 2025 hat die digitale Infrastruktur der Polizei Mecklenburg-Vorpommern lahmgelegt. Unbekannte drangen in den zentralen mPol-Server ein, der die über 3.500 Dienst-iPhones der Beamten verwaltet. Die Folgen sind gravierender als zunächst bekannt: Alle Geräte mussten abgeschaltet werden, da die Angreifer möglicherweise Zugriff auf sensible Daten wie Dienstgrade, E-Mail-Adressen und Zugangsinformationen erlangten.
Die Polizei kehrte notgedrungen zur veralteten Funktechnik zurück – eine massive Beeinträchtigung für Streifenbeamte, die nun Fahrzeug- oder Personenabfragen nur noch umständlich über Reviercomputer durchführen können. Das Innenministerium betont, dass Ermittlungsakten nicht kompromittiert wurden. Doch die Opposition wirft der Landesregierung vor, Warnungen des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ignoriert zu haben. Der materielle Schaden wird auf 3,5 Millionen Euro geschätzt.
Nachtrag vom 21.07.2025:
Auch im Juli 2025 ist der genaue Schaden, der durch den Angriff verursacht wurde, nicht bekannt. Der attackierte Server wurde jedoch ersetzt; man sei nicht sicher, dass alle Schadsoftware entfernt werden könne. Auch, ob Daten gestohlen wurden, wisse man noch nicht.