Ein angestellter IT-Administrator des chinesichen Maklerunternehmens Lianjia wurde zu einer Haftstrafe von sieben Jahren verurteilt, weil er aus Ärger über seine Vorgesetzten Datenbanken seines Arbeitgebers absichtlich gelöscht hatte.
Der Mitarbeiter hatte seine Vorgesetzten mehrfach auf Sicherheitslücken im Finanzsystem der Firma hingewiesen. Seine Vorschläge fanden jedoch keine Beachtung und das von ihm angestoßene Sicherheitsprojekt wurde nie genehmigt. Der Ethikdirektor von Lainjia bestätigte dies auch vor Gericht.
Als Rache für diese Abweisung löschte der Administrator schließlich alle gespeicherten Daten von zwei Datenbankservern sowie zwei Anwendungsservern, was weite Teile des Unternehmens sofort arbeitsunfähig machte. Darüber hinaus mussten zehntausende von Mitarbeitern über einen längeren Zeitraum ohne Gehaltszahlungen auskommen. Lianjian hat ca. 30.000 Mitarbeiter und beschäftigt darüber hinaus etwa 120.000 Makler. Dazu steuert der Konzern 51 Tochtergesellschaften.
Die Kosten für die Wiederherstellung der Daten beliefen sich auf 30.000 USD. Zum wirtschaftlichen Schaden durch den Geschäftsausfall machte das Unternehmen keine Angaben, es ist jedoch davon auszugehen, dass dieser ungleich höher ist als der Wiederherstellungsaufwand.