Am 16. September 2026 wurde an der Ludwig-Maximilians-Universität München ein Cyberangriff auf das Immatrikulationssystem entdeckt. Ein bisher unbekannter Angreifer verschaffte sich Zugriff auf personenbezogene Daten, die im Rahmen der Einschreibung erfasst wurden
Nach Angaben der Universität sind voraussichtlich Namen, Geburtsdaten, Kontaktdaten, Bankdaten, Krankenversicherungsnummern, Bafög-Daten sowie Angaben zu Schul- und Studienabschlüssen betroffen. Das betroffene System wurde unmittelbar nach Entdeckung heruntergefahren. Datenmanipulationen konnten verhindert werden. Prüfungsinformationen und individuelle Leistungsdaten waren nicht betroffen.
Die Zahl der betroffenen Personen stand zum Zeitpunkt der Meldung noch nicht fest – an der LMU waren zuletzt mehr als 52.000 Studierende eingeschrieben. Die Hochschule arbeitet mit dem Bayerischen Landeskriminalamt und externen Spezialisten zusammen. Der Studienbetrieb wurde nicht beeinträchtigt; Einschreibefristen wurden verlängert.
Update vom 30.09.2026:
Nach aktuellen Erkenntnissen hatten die Täter Zugriff auf die Daten fast aller Studierenden, die seit den 1970ern in den Universitätssystemen erfasst worden. Die Betroffenenzahl steigt somit auf 600.000. Bei Studierenden aus der Zeit bis 1994 sollen Stammdaten und Semesterhistorien kompromittiert worden sein, ab 1995 auch Krankenversicherungsnummern. Teils wurden Matrikelnummern anderer Hochschulen abgegriffen; bei ca. der Hälfte der Betroffenen auch die Abschlussnoten.
Die Universität kündigte an, möglicherweise betroffene Personen nicht einzeln kontaktieren zu wollen. Dies sei logistisch nicht machbar.