Die LUP-Kliniken in Ludwigslust-Parchim wurden vorsorglich vom Netz getrennt und sind derzeit nicht online erreichbar. Grund ist ein Cyberangriff, bei dem die Klinikstandorte Hagenow und Ludwigslust betroffen sind. Der Klinikbetrieb wird trotz des Cyberangriffs aufrechterhalten, insbesondere in lebenswichtigen Bereichen wie der Notfallversorgung.
Der Angriff erfolgte am Vormittag des 10. Februar 2025 und wurde gegen 9:30 Uhr der Polizei gemeldet. Das Landeskriminalamt Mecklenburg-Vorpommern ermittelt nun wegen Verstößen nach § 303b (Computersabotage) und § 202a (Ausspähen von Daten). Spezialisten sichern vor Ort digitale Spuren.
Die Motiv der Angreifer ist unklar, jedoch deutet alles auf einen gezielten Angriff hin. Es ist bereits der vierte Fall von Computersabotage in diesem Jahr im Bundesland. Der Klinikverbund umfasst das Klinikum Helene von Bülow in Ludwigslust mit 160 Betten und Hagenow mit 165 Betten.
Nachtrag vom 20.02.2025:
Es ist nun bestätigt, dass Daten abgegriffen wurden. Diese sollen jedoch nicht mit Personen in Verbindung gebracht werden können. Arbeitsabläufe seien nur geringfügig eingeschränkt. Der Landkreis habe eine Lösegeldforderung in Millionenhöhe enthalten, die nicht gezahlt werden soll.
Nachtrag vom 12.03.2025:
INC Ransom bekannten sich zu dem Angriff und veröffentlichten die Daten auf ihrer Leaksite unter dem 27. Februar.