Am 14. September 2023 verschafften sich Kriminelle Zugang zu den Systemen des Line-Messengers. Dieser erfolgte über installierte Malware auf einem Mitarbeiter-Laptop eines Drittunternehmers im Dienst des LY-Partners Naver (Südkorea). Der tatsächliche Zugriff auf die Line-Systeme fand LY zufolge am 9. Oktober statt und wurde am 17. Oktober bemerkt.
Untersuchungen ergaben, dass die Eindringline insgesamt 519.506 Dateneinheiten erbeuteten. Davon betrafen 302.980 personenbezogene Daten von Privatnutzern, 86.211 Daten zu Geschäftspartnern des Unternehmens, inkl. E-Mail-Adressen, sowie 130.315 Speicherungen von Mitarbeiterdaten, die Namen, Mitarbeiter-IDs, E-Mail-Adressen, Mitarbeiterfotos und andere Identifikationsmöglichkeiten enthielten. Vertrauliche Chatinhalte waren nach eigenen Angaben aber keine betroffen.
Der Japan Times zufolge waren unter den personenbezogenen Informationen, die gestohlen wurden, auch Daten über die Altersgruppen der Nutzer, ihre Geschlechtsidentität und Teile ihrer Nutzungshistorie.
Die japanische Regierung wies LY Corporation nun an, ihre Sicherheitsmaßnahmen auszubessern und ihren südkoreanischen Partner Naver stärker zu kontrollieren. Zudem verzichteten einige der LY-Führungsmitglieder auf einen Teil ihres Einkommens.