Eine anonyme Hackergruppe schickte Russlands digitale Wehrpflicht ins Abseits. Am 11. Dezember 2025 meldete Grigory Swerdlin, Leiter der Anti‑Kriegs‑Organisation Idite Lesom, einen Einbruch bei Micord, einem Schlüssellieferanten für das zentrale Wehrpflichtregister.
Die Angreifer manipulierten monatelang unbemerkt Micords Systeme, kopierten Quellcode, technische Unterlagen sowie interne Kommunikation und zerstörten anschließend Teile der Infrastruktur samt Sicherungen. Betroffen sei eine Datenbank mit rund 30 Millionen Datensätzen, die Reisebeschränkungen, Führerschein‑Sperren und digitale Einberufungsbescheide steuern sollte. Swerdlin sprach von einer möglichen Lähmung „für Monate“ – ein symbolischer Schlag gegen Wladimir Putins Mobilisierungspolitik.
Das Verteidigungsministerium in Moskau wies alles als Fälschung zurück.