Zwischen dem 2. und 19. September, teils aber auch bis zum 3. Oktober 2024 kam es bei Microsoft zu einem Softwarefehler, der zum teilweisen Verlust von generierten Log-Dateien führte. Die so verlorenen Protokolle enthielten unter anderem Daten, die von Firmenkunden des Technologie-Riesen zur Entdeckung ungewöhnlicher und unauthorisierter Aktivitäten verwendet werden.
Der Bug ging auf die Reparatur eines anderen Fehlers zurück und ist laut Microsoft nach Stand des 17. Oktobers 2024 behoben. Das Unternehmen will alle Betroffenen über ein Service-Portal informiert haben, doch Kevin Beaumont zufolge bekamen nicht alle Firmenkunden diese Benachrichtigung.
Services, bei denen Verluste verzeichnet wurden, sind:
Microsoft Entra: Login-Protokolle und Aktivitäten-Logs sowie Logs, die über den Azure Monitor an Microsoft Security-Produkte weitergeleitet werden;
die Azure Logic Apps: Lücken in der Telemetrie von Log Analytics, Resource Logs und Diagnose-Einstellungen;
Microsoft Sentinel: lückenhafte Sicherheitsprotokolle, die die Datenanalyse beeinträchtigten;
Azure Monitor: lückenhafte oder eingeschränkte Ergebnisse bei Suchanfragen auf Basis von Protokollen, die betroffene Dienste nutzten, sowie eingeschränkte Meldungen von potenziellen Problemen, sofern diese auf Azure Monitor-Protokolle aufbauten;
Azure Trusted Signing: teils unvollständige SignTransaction- und SignHistory-Protokolle;
Azure Virtual Desktop: Application Insights waren teilweise unvollständig;
Power Platform: Diskrepanzen in Daten aus diversen Protokollen, u.A. Analyse- und Lizenz-Reports, Datei-Exporte, Application Insights und Aktivitäts-Protokollen.