Das Bildungsministerium von Minnesota wurde am 31. Mai 2023 Opfer eines Cyberangriffs. Cyberkriminelle haben sich hierbei eine Sicherheitslücke der Datentransfersoftware MOVEit zu Nutze gemacht und konnten dadurch auf Dateien des Ministeriums zugreifen. Insgesamt gelang es den Tätern auf 24 verschiedene Dateien zuzugreifen.
Die Dateien enthielten laut einer Mitteilung Informationen über ca. 95.150 Kinder und gesetzliche Vertreter in Minnesota. Konkret handelt es sich um Informationen von 95.000 Kindern, die sich in Minnesota in staatlicher Obhut bei Pflegefamillien befinden. Hier wurden die Namen, Geburtsdaten und das County, in dem die Kinder untergebracht sind, erlangt.
Neben den Kindern, die sich in staatlicher Obhut befinden, sind auch 124 Kinder des Perham School Districts, die sich für das Paandemic Electronic Benefits Programm qualifiziert haben. Hier wurden Namen, Geburtsdaten und teilweise auch Adressen sowie Namen von gesetzlichen Vertretern erlangt.
Bei 29 Schülern, die Kurse belegen, um "Postsecondary Enrollement Options (PSEO)" zu haben, wurden Namen, Geburtstage und teilweise auch Adressen sowie die Namen der gesetzlichen Vertreter erlangt.
Zusätzlich wurden auch die Namen von fünf Schülern erlangt, die eine bestimmte Route mit dem Bus gefahren sind.
Es ist unklar, ob die Cl0p Ransomwaregruppe den Cyberangriff durchgeführt hat oder andere Cyberkriminelle hinter dem Vorfall stecken. Es ist laut Angaben des Ministeriums nicht zu Lösegeldforderungen gekommen und es gibt keine Hinweise, die für einen Missbrauch der Daten sprechen.