Am 25. April 2024 wurde das Europäische Parlament Opfer eines schweren Cyberangriffs. Unbekannte Hacker drangen zu Beginn des Jahres 2024 in die Personal-App "People" ein. Dabei erbeuteten sie sensible Daten.
Die gestohlenen Daten umfassen Personalausweise, Reisepässe, Strafregister sowie Informationen zu Familienstand, Wohnsitz, Ausbildung und Berufserfahrung. Insgesamt sind bis zu 9000 aktuelle und ehemalige Mitarbeiter sowie Bewerber betroffen. Am 6. Mai informierte man die betroffenen Mitarbeiter über den Vorfall. Einige der gestohlenen Datensätze wurden bereits auf Telegram veröffentlicht.
Um weiteren Schaden zu verhindern, wurde die "People"-App sofort deaktiviert. Die Mitarbeiter erhielten die Anweisung, ihre Passwörter zu ändern und auf verdächtige Mitteilungen zu achten.
Cybersicherheitsexperten und die luxemburgische Polizei ermitteln derzeit. Es besteht der Verdacht, dass russische Hacker darin verwickelt sind.
Das EU-Parlament wurde schon in der Vergangenheit Opfer von Cyberattacken. (Wir berichteten am 24. November 2022 und am 2. Mai 2024)
Nachtrag vom 19.10.2024:
Die Datenschutzorganisation Noyb reichte Beschwerden wegen Verstößen gegen die DSGVO ein und forderte Korrekturmaßnahmen und Geldstrafen.