Ein ehemaliger Mitarbeiter von Motorola Solutions in den USA missbrauchte nach einem Jobwechsel im August und September 2020 die Zugänge seiner neuen Arbeitsstelle (Massport), um andere Angestellte des Unternehmens mit Phishing-Mails in eine Falle zu locken.
Mit Hilfe dieser E-Mails und eines gefälschten Motorola-Lohnportals griff Andrew M. die Logindaten der Motorola-Angestellten ab, mit denen er sich Zugang zum IT-Netzwerk von Motorola verschaffte, nachdem er mindestens einem der Mitarbeiter eine gefälschte SMS schickte, um dessen Multifaktor-Authentifizierungscode zu erhalten.
Im Firmennetzwerk brach er in den Bitbucket-Speicher des Konzerns ein und stahl Quellcode, mit dem er an Radioequipment-Features herankam, die pro Stück 175 USD wert sind.
Der Täter bekannte sich im November 2023 als schuldig.
Das Urteil folgt im März 2024. Möglich sind aber bis zu 20 Jahre Gefängnis, drei Jahre auf Bewährung und eine 250.000 USD-Geldstrafe. Für eine ebenfalls ausstehende Ausweisfälschungsklage drohen ihm zehn Jahre Haft sowie ebenfalls drei Jahre auf Bewährung und eine 250.000 USD-Geldstrafe.