Angreifern ist es gelungen, in die Netzwerke der US-amerikanischen National Nuclear Security Administration (NNSA) einzudringen und Malware in diese einzuschleusen. Die NNSA ist eine semi-autonome Regierungsbehörde, deren Auftrag es ist, das US-amerikanische Kernwaffenarsenal zu warten und zu sichern.
Laut einer Mitteilung des Energieministeriums, zu dem die NNSA formal gehört, waren nur geschäftliche Teile des Netzwerks vom Angriff betroffen, nicht aber Bereiche, die entscheidend für die nationale Sicherheit sind. Nachdem die Malware lokalisiert werden konnte, hatte das Ministerium aus Gründen der Risikovermeidung die vom Angriff betroffenen Netzwerkteile vom restlichen Netzwerk isoliert.
Als Verantwortliche des Angriffs wurde die gleiche Hackergruppe identifiziert, die zuvor schon einen Cyber-Angriff auf SolarWinds verübt hatte. Hierbei handelt es sich mutmaßlich um die Gruppe APT29, auch als Cozy Bear bekannt. Bei dieser werden Verbindungen zur russischen Regierung vermutet. Da zu den Kunden von SolarWinds zahlreiche börsennotierte US-Unternehmen und Regierungsbehörden gehörten, gehen Experten davon aus, dass auch für weitere US-Behörden ein akutes Cyber-Sicherheitsrisiko besteht.