Am späten Abend des 1. November 2026 meldete die Ukraine, ihre Luftalarm-App "Air Alert" sei gehackt worden. Die App, die das Ministerium für digitale Transformation unterstützt, verschickte landesweit falsche Luftalarme der roten Stufe. Einige Nutzer, auch in Kiew, erhielten Warnungen vor radioaktiver Strahlung, Chemiewaffenangriffen und Straßenkämpfen. Eine Meldung auf Russisch nannte das Raketensystem Oreshnik. Die ukrainische Luftwaffe erklärte, die App sei wahrscheinlich vom Feind kompromittiert worden, und wies die Strahlungswarnung zurück. Die Behörden hoben die Alarme binnen einer Stunde auf und riefen dazu auf, verdächtige Nachrichten zu ignorieren.
In der Nacht zum 2. November 2026 meldete Russland einen massiven Cyberangriff auf seine Notfall-App. Laut der Nachrichtenagentur Tass verschickten die Angreifer Falschinformationen an die Bevölkerung. Eine Meldung soll behauptet haben, Atomsprengköpfe auf Drohnen vom Typ P1-Sun seien auf alle Regionen Russlands gestartet worden. Die Nutzer sollten Vorräte für drei Wochen anlegen und sich verstecken. Die Webseite des Zivilschutzministeriums war zeitweise nicht erreichbar. Das Ministerium nannte die App einen zusätzlichen Informationsdienst. Das übrige Warnsystem laufe normal, Warnungen kämen auch über Sirenen, Lautsprecher, SMS, Fernsehen und Radio. Spezialisten stellten die App wieder her, die Lage sei unter Kontrolle.
Wie die Angreifer Zugriff erlangten und die Meldungen einspeisten, ist nicht bekannt. Das ukrainische Zentrum für strategische Kommunikation machte Russland für den Vorfall in der Ukraine verantwortlich. Eine ukrainische Spionagegruppe soll sich zu den falschen Atomwarnungen in Russland bekannt haben. Russische Stellen nannten keinen Verdächtigen.