Am 11. Juni 2026 gab der dänische Pharmakonzern Novo Nordisk einen Angriff auf Teile seiner internen IT bekannt. In den darauffolgenden Tagen wurde bekannt, dass die Täter offenbar personenbezogene Daten stehlen konnten; betroffen waren demnach Personen, die an klinischen Studien teilgenommen hatten. Diese sind jedoch nach Angaben des Ozempic-Herstellers pseudonymisiert. Kompromittiert wurden Patienten-IDs, Geschlecht, Geburtsjahr, sog. Biomarker, Gesundheitsdaten und beeinflussende Faktoren wie z.B. Rauchen und Alkoholkonsum.
Anders sieht dies bei den im Gesundheitsbereich tätigen Personen aus, deren Informationen ebenfalls abgegriffen wurden. Deren Namen, Registrierungsnummern, Kontaktdaten und Arbeitsplatzadressen wurden demnach gestohlen; Novo Nordisk warnte sie vor möglichen Phishing-Attacken.
Betroffene Systeme wurden abgeschaltet. Diese sollen nun nach und nach wieder in Betrieb genommen werden.
Am 13. Juni beanspruchte die "FulcrumSec"-Gruppe, die vor allem für Hack-and-Leak-Angriffe bekannt ist, den Vorfall gegenüber DataBreaches.net für sich. Sie erklärten demnach, im März über ein GitHub-Token in die Firmennetzwerke eingedrungen zu sein und neben Personendaten auch urheberrechtlich geschützte Medikamentenrezepturen und mehr erbeutet zu haben - darunter auch interne KI-Assets. Sie verlangten am 1. Juni 2026 eigenen Angaben nach ca. 25 Mio. USD als Lösegeld von Novo Nordisk, die der Konzern nicht zahlte. Daraufhin drohten die Hacker mit dem Leak ihrer Beute, insgesamt 1,3 TB.