Chinesische Cyberkriminelle haben zwischen dem Ende von 2017 und Anfang 2020 Daten des niederländischen Chipherstellers NXP abgegriffen. Dies ist nach Untersuchungen aufgefallen, die aufgrund eines unabhängigen Cybervorfalls angestrengt wurden.
Laut den Untersuchungen haben sich die Angreifer Zugriff zu dem internen Netzwerk von NXP verschafft, indem sie Benutzerkonten von Mitarbeitern von NXP durch Bruteforce-Attacken und Informationen aus vorherigen Angriffen infiltrieren konnten. Dabei ist es den Tätern unter anderem gelungen, die Zwei-Faktor-Authentifizierung zu umgehen.
Anschließend haben die Cyberkriminellen öfters pro Monat Daten über Cloud-Dienste abgegriffen und mit dem Passwort "fuckyou.google.com" verschlüsselt. Es wird davon ausgegangen, dass die chinesische Gruppe Chimera hinter dem Angriff steckt, da eine Schadsoftware der Gruppe verwendet wurde und die Zeiten der Datenabgriffe mit den chinesischen Arbeitszeiten übereinstimmen.
Bei dem Angriff wurden unter anderem Designs von Mikrochips gestohlen. NXP warnte Kunden nicht über den Vorfall, da laut dem Unternehmen die Pläne nicht für eine Kopie der firmeneigenen Prozessoren ausreichen.