Am 29. Oktober 2026 setzte die Prognosemarkt-Plattform Polymarket den Handel auf ihrer internationalen Plattform aus, nachdem Nutzer unautorisierte Abbuchungen gemeldet hatten. Die Plattform schaltete zunächst in den Modus 'cancel-only', in dem Nutzer nur Orders stornieren können, und stoppte die Relayer-Aktionen. Rund eine Stunde später lief der Handel wieder.
Die Ursache war ein Supply-Chain-Angriff. Sicherheitsforscher von Hudson Rock verknüpfte den Diebstahl mit schädlichem JavaScript von einer Adresse des britischen Anbieters DebugBear, dessen Real-User-Monitoring-Skript (RUM) zur Messung der Ladezeit in Polymarkets Website eingebunden war. Das Skript nutzte die offene Sitzung angemeldeter Nutzer, verkaufte Positionen oder schickte Assets an eine Wallet des Angreifers. Passwörter, Seed Phrases oder private Schlüssel las es laut Hudson Rock jedoch nicht aus. DebugBear meldete später, Angreifer hätten über den Domain-Registrar seine DNS-Einträge manipuliert.
Polymarket nennt 726 betroffene Wallets mit etwa 2,7 Millionen US-Dollar gestohlenen Assets. Mit 1,19 Millionen US-Dollar für Nutzer, deren Positionen verkauft oder übertragen wurden oder die der Handelsstopp traf, erstattete das Unternehmen 3,9 Millionen US-Dollar.
Erst im Juni 2026 gab es einen ähnlichen Vorfall mit JavaScript von einem Drittanbieter.