Cyberkriminelle haben am 28. Dezember 2024 das Bildungssoftware-Unternehmen PowerSchool attackiert. Den Tätern ist es dabei laut einer Mitteilung gelungen, mithilfe von gestohlenen Zugangsdaten in ein Kundensupport-Portal einzubrechen. Anschließend exportierten die Angreifer Daten mithilfe eines Dateimanagers.
Informationen, die dabei kompromittiert wurden, umfassen Namen von zahlreichen Schülern, teilweise aber auch Sozialversicherungsnummern, Noten und medizinische Details.
Nachtrag vom 12.01.2025:
PowerSchool Holdings Inc. sieht sich aufgrund des Cyberangriffs im Dezember 2024 drei Bundesklagen gegenüber. Kläger werfen dem Bildungssoftware-Anbieter vor, persönliche Daten von Schülern, Eltern und Lehrern nicht ausreichend geschützt zu haben.
Nachtrag vom 21.01.2025:
Die kompromittierten Daten stammen aus dem Zeitraum vom 3. September 1985 bis zum 28. Dezember 2024. Je aktueller die Informationen, desto mehr Details wurden kompromittiert.
Nachtrag vom 27.01.2025:
Mittlerweile wird davon ausgegangen, dass 300.000 Lehrkräfte von der mit dem Angriff einhergehenden Datenkompromittierung betroffen sind.
Nachtrag vom 28.01.2025:
Einer Meldung an die Generalstaatsanwaltschaft von Maine nach begann die Attacke schon am 19. Dezember, wurde jedoch erst am 28. entdeckt.
Nachtrag vom 30.01.2025:
Die Betroffenenzahl soll Berichten zufolge bei 62.488.628 Schulkindern und Studierenden sowie bei 9.506.624 Lehrkräften liegen.
Nachtrag vom 12.03.2025:
Neue Untersuchungen ergaben, dass die Zugangsdaten, mit denen die Hacker in die PowerSchool-Systeme eindrangen, offenbar bereits zwischen dem 16. August und dem 17. September 2024 benutzt wurden.
Nachtrag vom 04.09.2025:
Mittlerweile hat der Staat Texas eine Klage gegen PowerSchool im Zusammenhang mit der Kompromitterung angestrengt.
Nachtrag vom 19.09.2025:
Ein Neunzehnjähriger aus Massachusetts, Matthew D. Lane, bekannte sich im Mai 2025 des Angriffs schuldig.
Nachtrag vom 15.10.2025:
Matthew D. Lane wurde am 14. Oktober 2025 zu 4 Jahren Haft, 3 Jahren überwachter Freilassung und 14 Mio. USD in Reparationszahlungen sowie der Aufgabe der 160.000 USD, die die Strafverfolgungsbehörden bei ihm fanden, verurteilt.