Cyberkriminelle griffen Anfang Juli 2023 die Verwaltung der Provinz Namur an. Dabei gelang es den Tätern fünf von 150 Servern der Provinzverwaltung mit Malware zu infizieren. Die Angreifer konnten bei dem Angriff laut dem Generaldirektor von Namur personenbezogene Daten erlangen. Die kompromittierten Daten befanden sich auf einem Server, der Daten von Schülern speicherte, die Förderunterricht in der Schule in Anspruch nehmen. Die Daten umfassen den Namen, den Bildungshintergrund und das Geburtsdatum der betroffenen Schüler.
Anschließend haben die Hacker versucht, die Verwaltung mit den erlangten Daten zu erpressen. Konkret forderten die Cyberkriminellen für das Löschen der Daten ein Lösegeld in nicht veröffentlichter Höhe. Die Provinz weigerte sich, ein Lösegeld zu zahlen. Betroffene Schüler wurden über die Kompromittierung ihrer Daten informiert. Sämtliche Mitarbeiter der Provinzverwaltung wurden dazu aufgefordert, ihre Passwörter zu ändern.